Der Alltag in der Berufsschule

Blog-Beitrag von Niko Eder

Wenn man eine Ausbildung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau beginnt, dann steht neben der Ausbildung in der Bank der regelmäßige Besuch bei der Berufsschule auf dem Programm. Und genau das spielt eine sehr wichtige Rolle, um die Theorie in der Schule und die Praxis in der Arbeit verbinden zu können. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre und dazu gehört auch die Berufsschule, wo man nach drei schriftlichen Abschlussprüfungen und einem mündlichen Beratungsgespräch mit dem Zeugnis als Bankkaufmann/-frau ausgezeichnet wird.


Bei vielen Ausbildungen gibt es das Modell der Blockschule. Dies ist bei uns in der Bank anders. Wir im ersten Ausbildungsjahr haben jede Woche donnerstags Unterricht, dazu kommt noch jeder zweite Freitag. Der Unterricht beginnt um 07:55 Uhr. Nach neun Schulstunden endet der Tag um 15:00 Uhr.

Insgesamt haben wir dabei acht verschiedene Fächer, die jeweils in Doppelstunden geführt werden. Neben Deutsch, Englisch und Sozialkunde stehen auch bankspezifische Unterrichtsfächer auf dem Stundenplan. Das Erlernte wird dann in Stegreifaufgaben und Schulaufgaben abgefragt. Der Donnerstag Morgen beginnt mit dem Fach Rechnungswesen, wo wir aktuell einiges über die Bilanz einer Bank kennenlernen und dies dann auch durch verschiedenste Buchungen üben. Es folgt das Fach Geld- und Vermögensanlage. Hier erfahren wir die verschiedensten Anlagemöglichkeiten rund um das Thema Geld. In Kontoführung werden uns die theoretischen Grundlagen über Zahlungsmöglichkeiten und Kontoarten näher gebracht. In den Fächern Allgemeine Wirtschaftslehre und Volks-Wirtschaftslehre werden die gesetzlichen Vorschiften und Rechte für den einzelnen Menschen und für die Bank unterrichtet. Zum Abschluss gibt es noch das Fach Kreditgeschäft, wo uns alles rund um das Thema Kredit und die dazugehörigen Berechnungen vermittelt wird.


Im zweiten Jahr in der Berufsschule kommen dann weitere Fächer hinzu wie Bankrechnen, Auslandsgeschäft und Bilanz- und Unternehmensanalyse. Es erwarten uns sehr viele Themen. Besonders gespannt bin ich schon auf die Optimierung von Verkaufsgesprächen im Fach Deutsch und die Preisbildung an der Börse.


Zusammenfassend kann man sagen, dass die Berufsschule eine sehr gute Basis legt für das Arbeitsleben. Durch die erlernte Theorie kann das Wissen in der täglichen Praxis gut angewendet werden. Die Berufsschule ist durchaus sehr nahe an der Praxis, da die Bank für jede Altersgruppe ein wichtiger Bestandteil in allen verschiedenen finanziellen Lebenssituationen ist. Außerdem lernen wir in der Berufsschule viele neue Freunde kennen, die die gleiche Ausbildung beginnen wie wir selbst. Durch den Austausch lernt man andere Banken kennen und befindet sich im ständigen Austausch über bankspezifische Fälle.