Bank investiert in Beratung

Feierliche Einweihung der neuen Geschäftsstelle in Aidenbach

Vertreter der Lokalpolitik, des Bankwesens und der Kirche bei der Eröffnung des neuen Service- und Beratungszentrums: v.l. Landrat Franz Meyer, GVB-Regionaldirektor Franz Penker, Vorstand Gerhard Hallhuber, Geschäftsstellenleiter Sandro Knab, Pfarrerin Dr. Tanja Seidl, Vorstand Klaus Prähofer, Pfarrer Sebastian Wild, Vorstand Martin Tiefenbrunner und Aidenbachs Bürgermeister Karl Obermeier. (Foto: Maier)

Artikel im Vilshofener Anzeiger am 22. Dezember 2017 von Martin Maier.

Aidenbach. Früher war es so: Auf der einen Seite des Aidenbacher Marktplatzes war die Filiale der Raiffeisenbank, genau gegenüber die der Volksbank. Seit einigen Monaten ist diese Trennung hinfällig: Denn im Zuge der Fusion der Vilshofener Zentralen zur Volksbank-Raffeisenbank (VR) wurden auch die Geschäftsstellen im Außenbereich zusammengelegt. Dennoch gibt es in Aidenbach nach wie vor zwei Bankgebäude: Die ehemalige Filiale der Raiffeisen wurde in ein Verwaltungsgebäude umgewandelt, die der Volksbank in ein Service- und Beratungszentrum umgebaut. Dieses haben am Mittwochabend Vertreter des Bankwesens, der Lokalpolitik, der hiesigen Wirtschaft und der Kirche feierlich eröffnet.

„Für uns ist heute schon Weihnachten“, sagte VR-Vorstand Klaus Prähofer in seiner Festrede. Er blickte auf die Baumaßnahme zurück, die Ende September begann und rund 600.000 Euro gekostet hat. Die umgebauten Räume seien durch „Leichtigkeit, Funktionalität, aber auch einer gewissen Großzügigkeit, ja sogar Fröhlichkeit gekennzeichnet“. Das Servicezentrum sei eine Bereicherung für den Ort.

„Und mit einer Gewerbesteuerzahlung in Höhe von 140 000 Euro im letzten Jahr tragen wir nicht unwesentlich zum Steueraufkommen der Marktgemeinde Aidenbach bei", sagte Prähofer, während er zu Bürgermeister Karl Obermeier blickte. Der streckte seinen Daumennach oben. Durch besagte Steuereinnahme falle es dem Bürgermeister „auch leichter, die Kreisumlage zu zahlen", meinte Landrat Franz Meyer und lachte.

Vor nicht langer Zeit gab es in Aidenbach noch drei Banken. Dass nun nur noch eine da ist – neben der Raiffeisen/Volksbank-Fusion kam es auch zu einem Rückzug der Sparkasse –, liegt hauptsächlich an den derzeit schwierigen Bedingungen für Banken: Zu schaffen macht den Geldinstituten unter anderem der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank und die Digitalisierung.

Nach Angaben von Geschäftsstellenleiter Sandro Knab ist der Aidenbacher VR-Standort langfristig gesichert. Knab und seine rund zehn Kollegen betreuen rund 4500 Kunden.